PZMS Präklinisches Zentrum für Molekulare Signalverarbeitung
PZMS Präklinisches Zentrum für Molekulare Signalverarbeitung

Das zentrale wissenschaftliche Ziel des Präklinischen Zentrums für Molekulare Signalverarbeitung (PZMS) ist die Identifizierung und Validierung von Membranproteinen als neuen Zielstrukturen für eine pharmakologische Behandlung genetischer Erkrankungen der menschlichen Körperhomöostase.

Das PZMS füllt durch seine Forschungsprogrammatik und durch seinen hochgradig interdisziplinären Ansatz mit einer engen Verzahnung von Grundlagenforschung und translationaler Forschung eine Lücke in der nationalen biomedizinischen Forschungslandschaft und schlägt zugleich inhaltliche und strukturelle Brücken zu innovativen regionalen, nationalen und internationalen Verbundprojekten.

Zur Umsetzung der Forschungsprogrammatik werden gezielt Arbeitsgruppen und Forschungsschwerpunkte aus der vorklinischen Medizin (Biochemie und Molekularbiologie, Zellbiologie) und der klinisch-theoretischen Medizin (Pharmakologie und Toxikologie) in einem gemeinsamen Forschungsgebäude zusammengeführt.

 Das PZMS erforscht die Pathophysiologie menschlicher Erkrankungen, bei denen die neurohumorale Kontrolle des Pubertätsbeginns, der Herzfunktion oder des Knochenaufbaus gestört ist. Im Mittelpunkt stehen die Identifikation und Charakterisierung neuer pharmakologischer Zielstrukturen, insbesondere von Membranproteinen und Membranprotein-Komplexen, die in der Plasmamembran oder in intrazellulären Membransystemen Schaltstellen in den Netzwerken der molekularen Signalverarbeitung bilden. 

 

Das PZMS wurde im Programm Forschungsbauten des Wissenschaftsrates erfolgreich begutachtet und mit insgesamt 43,7 Mio Euro (davon 50% vom Bund) in die Förderung 2017 aufgenommen (siehe Pressemitteilung Wissenschaftsrat vom 18. April 2016; Zitat "Das Vorhaben ist in der konzipierten Form und Schwerpunktsetzung auf neue pharmakologische Zielstrukturen im Bereich Membranproteine/Membranproteinkomplexe, zelluläre Membranarchitektur und Proteinhomöostase in Deutschland einzigartig und unterstützt die erfolgreiche Fokussierung der Universitätsmedizin der Universität des Saarlandes auf Molekulare Signalverarbeitung auf besonders eindrückliche Weise. Mit der Einbeziehung von Mausmodellen zur Untersuchung der pathophysiologischen Bedeutung der Transmembranproteine setzt der Forschungsbau einen klar sichtbaren Schwerpunkt innerhalb der deutschen und auch internationalen Forschungslandschaft.

Das geplante Vorhaben fügt sich auf überaus überzeugende Weise in die an der Universität des Saarlandes bereits bestehende Infrastruktur ein. Die Ausprägung des Schwerpunktes Molekulare Signalverarbeitung wurde in den vergangenen Jahren durch erfolgreiche Einwerbung mehrerer Gruppenförderinstrumente erreicht und durch eine zielorientierte Berufungspolitik unterstützt. Die langfristige Sicherung dieses Schwerpunktes ist auch Gegenstand des Landeshochschulentwicklungsplanes vom März 2015. Das PZMS ist an strukturierten Programmen der Nachwuchsausbildung beteiligt und will neue Formate der Betreuung von Doktoranden und Postdoktoranden im Forschungsbau realisieren." Zitatende).

 

Link: Pressestelle Universität des Saarlandes

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